Wo fängt die Saison an? Für viele im Mai, irgendwo in den Alpen, zusammen mit allen anderen. Wir fangen früher an, und zwar dort, wo kaum jemand hinschaut: an den Rändern der Landkarte, wo Deutschland in Frankreich, Luxemburg und Tschechien übergeht. Dort ändert sich nach jeder zweiten Kurve die Sprache auf den Ortsschildern und nach jeder dritten die Speisekarte.
Genau dafür gibt es zwei neue Motorradtouren Saisonstart 2027: Grenzgänger West und Grenzgänger Ost.
Warum Grenzregionen die besten Kurven haben
Grenzregionen haben etwas gemeinsam: Die großen Verkehrsachsen führen an ihnen vorbei. Übrig bleiben kleine Straßen, die sich an Flüssen und Hügeln entlangziehen, statt sie zu durchschneiden. Dazu kommt eine Geschichte, die man überall sieht, an Festungen, Burgruinen und Dörfern, die schon zu mehreren Ländern gehört haben. Und in der Küche wurde seit jeher übernommen, was von drüben gut schmeckte.
Für uns bei MOTO e GUSTO ist das die ideale Mischung. Man fährt keine Strecke ab, sondern bekommt drei Tage, an denen jeder anders ist.
Grenzgänger West: Saar, Lothringen, Luxemburg und Nordvogesen
Die erste große Aussicht kommt schon am Anfang: die Saarschleife bei Mettlach, wo sich der Fluss fast ganz um sich selbst windet. Von hier geht es über kleine Straßen durch den Saargau und den Bliesgau, eine sanfte, fast unbefahrene Hügellandschaft. Wer hier schon einmal im Frühjahr unterwegs war, weiß, warum wir sie so mögen.
Dann kommt Lothringen. Die Straßen werden leerer, die Dörfer ruhiger, und in Bitche thront die Zitadelle auf ihrem Felsen. Weiter südöstlich beginnen die Nordvogesen. Das ist ein Waldgebirge mit roten Sandsteinfelsen und Burgruinen, dessen Straßen so kurvig sind, dass man sich über jede Gerade wundert.
Auf der anderen Seite liegt Luxemburg, ein Land, das die meisten nur als Durchfahrt zum Tanken kennen, zu Unrecht. Das Müllerthal, die „Kleine Luxemburger Schweiz“, ist voller Felsen und enger Täler. An der Mosel führt die Weinstraße durch Schengen, den kleinen Ort, nach dem ein ganzer Kontinent seine offenen Grenzen benannt hat. Für eine Tour namens „Grenzgänger“ gibt es kaum einen passenderen Zwischenstopp.
Und das Gusto? Im Saarland gibt es Dibbelabbes und Lyoner, in Lothringen Quiche und Mirabellen in allen Varianten. Auf der Luxemburger Seite der Mosel stehen Riesling und Crémant auf der Karte, und in den Nordvogesen gibt es einen Flammkuchen, für den sich der Umweg lohnt.
Grenzgänger Ost: Elbsandstein, Böhmen und Oberlausitz
Im Osten wird es dramatischer. Im Elbsandsteingebirge ragen die Felsen senkrecht aus dem Wald. Die Bastei, die Festung Königstein und das Elbtal in der Tiefe sind Bilder, die man kennt und die in echt trotzdem überwältigen. Die schönsten Straßen liegen aber abseits der Aussichtspunkte, in den Seitentälern und auf den Hochflächen dahinter.
Nur ein paar Kilometer weiter liegt die Böhmische Schweiz. Das Gebirge ist dasselbe, das Land ein anderes. Das Prebischtor ist das größte natürliche Sandsteintor Europas, und die kleinen Straßen durch die böhmischen Dörfer fühlen sich an wie eine Zeitreise, im besten Sinne.
Zum Schluss geht es in die Oberlausitz und ins Zittauer Gebirge. Das ist Deutschlands kleinstes Mittelgebirge, aber eines der kurvigsten. Unterwegs stehen Umgebindehäuser, die es so nur hier im Dreiländereck gibt, und auf dem Oybin die Ruine einer Burg samt Kloster auf einem Sandsteinfelsen.
Und das Gusto? Auf der böhmischen Seite gibt es Svíčková mit Knödeln und dazu ein frisch gezapftes tschechisches Bier (für den Abend). Auf der sächsischen Seite kommt Eierschecke zum Kaffee dazu. Nach unserer Erfahrung ist das Wort „Diät“ an diesen Grenzen unbekannt.
Zwei Standorte statt jeden Abend Koffer packen
Beide Touren folgen unserem Hybrid-Konzept. Statt jeden Tag das Hotel zu wechseln, gibt es zwei Standorte, jeweils für mehrere Nächte. Du packst also einmal zur Halbzeit um statt jeden Morgen. Dadurch kommst du tagsüber mit leichtem Gepäck weiter und kannst abends ankommen, statt einzuchecken.
Der Ablauf ist bei beiden Touren gleich: ein Tag Anreise, drei volle Fahrtage und ein Tag Heimreise. Das sind fünf Tage, die nicht viel Urlaub kosten und die die Saison richtig eröffnen.
Warum ausgerechnet im April?
Die Alpenpässe sind Anfang April noch zu, die Mittelgebirge an den Grenzen aber schon befahrbar. Die Wälder werden grün, an der Mosel und im Elbtal blühen die Obstbäume, und auf den Straßen ist noch kaum Verkehr. Genau so ein Einstieg ist gut, wenn man nach dem Winter erst wieder ein Gefühl fürs Motorrad bekommen will.
Die Touren sind so geplant, dass sie auch mit wechselhaftem Aprilwetter funktionieren: kurze Wege zu den Quartieren, flexible Tagesrouten und immer eine gute Einkehr in der Nähe.
Die Termine
• Grenzgänger West (Saar, Lothringen, Luxemburg, Nordvogesen): 7. bis 11. April 2027
• Grenzgänger Ost (Elbsandstein, Böhmen, Oberlausitz): 14. bis 18. April 2027
Die Gruppen sind klein, damit die Tour persönlich bleibt. Wer im April dabei sein will, sollte seinen Platz deshalb nicht erst im März reservieren. Alle Details, Leistungen und Preise findest du auf unserer Tourenseite
Du kannst dich zwischen Ost und West nicht entscheiden? Dann fahr einfach beide. Zwischen den Terminen liegt genau eine Woche, gerade genug Zeit, um die Wäsche zu waschen.
Denn das Beste liegt bekanntlich hinter der nächsten Kurve.
MOTO e GUSTO. Hinter der nächsten Kurve.




















